- Bärbel Deisting
- 14.09.26
- 3 min
- Fördermittelberatung, Luft- und Raumfahrt
Ihre Kontaktperson
Parisa Javadi-Marand
Die „Innovation Fund Heat Auction 2026“ könnte Industrieunternehmen dabei helfen, die wirtschaftliche Lücke zwischen fossiler und sauberer Prozesswärme zu schließen.
Die erste Auktion des Innovationsfonds für Wärme, die im Dezember 2025 mit einem Budget von 1 Milliarde Euro gestartet wurde, führte einen EU-weiten Wettbewerbsmechanismus ein, der speziell darauf ausgerichtet ist, die Dekarbonisierung industrieller Prozesswärme zu unterstützen. Im Rahmen der Auktion gingen 85 Gebote ein, was eine starke und ermutigende Resonanz seitens der Industrie darstellt.
Im Mai 2026 gab die Europäische Kommission bekannt, dass 65 Projekte in zehn europäischen Ländern für eine Förderung ausgewählt worden waren. Zusammen erhalten diese Projekte rund 400 Millionen Euro, um den Einsatz kohlenstoffarmer industrieller Wärmetechnologien zu beschleunigen.
In den ersten fünf Jahren ihres Betriebs sollen sie mehr als 16 TWh saubere Prozesswärme erzeugen und so zu erheblichen CO₂-Emissionsminderungen beitragen.
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Die Industrie ist bereit Industrieunternehmen sind bereit, in saubere Prozesswärme zu investieren. |
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Die Technologien entwickeln sich weiter Elektrifizierung und Wärme aus erneuerbaren Energien werden wirtschaftlich rentabel. |
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Auktionen gewinnen zunehmend an Bedeutung Wettbewerbsorientierte Auktionen entwickeln sich zu einem Instrument zur langfristigen Dekarbonisierung. |
| Kernpunkt | Aktueller Entwurf |
| Geplante Eröffnung | Dezember 2026 |
| Verfügbares Budget | 1 Milliarde Euro |
| Zielgruppe | Industrieunternehmen |
| Hauptziel | Dekarbonisierung der industriellen Prozesswärme |
Der aktuelle Entwurf sieht 700 Millionen Euro für Mitteltemperaturprojekte und 300 Millionen Euro für Hochtemperaturprojekte vor. Die Europäische Kommission rechnet damit, die endgültigen Bedingungen im Herbst 2026 zu veröffentlichen.
Die „Heat Auction“ des Innovationsfonds richtet sich an Unternehmen, die Prozesswärme aus fossilen Brennstoffen durch saubere Alternativen ersetzen möchten.
Zu den potenziell förderfähigen Technologien gehören:
Projekte aus einer Vielzahl von Industriezweigen können in Frage kommen, darunter:
Im Rahmen der Auktion werden Projekte anhand des beantragten Förderbetrags im Verhältnis zu den erwarteten Reduktionen der Treibhausgasemissionen bewertet. Damit werden kosteneffiziente Lösungen zur Dekarbonisierung belohnt.
Die Auktion bietet eine leistungsabhängige Festprämie, die an die nachgewiesene Erzeugung von CO₂-freier Wärme für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren gekoppelt ist.
Zwar senkt diese Förderung nicht die tatsächlichen Investitionskosten der Anlagen, doch hilft sie dabei, die wirtschaftliche Lücke zwischen fossiler Prozesswärme und förderfähigen Lösungen auf Basis von Strom, erneuerbaren Energien oder Kernenergie zu schließen. Dies kann die Finanzierbarkeit von Projekten stärken und endgültige Investitionsentscheidungen beschleunigen.
Der Ersatz fossiler Brennstoffe durch Strom oder Wärme aus erneuerbaren Energien verringert die Abhängigkeit von volatilen Energieträgermärkten und verbessert gleichzeitig die betriebliche Effizienz und die Nachhaltigkeitsbilanz.
Die EU verschärft die Klimagesetzgebung kontinuierlich durch Instrumente wie das EU-Emissionshandelssystem (EU-EHS), die Energieeffizienzrichtlinie und den „Net-Zero Industry Act“.
Durch Investitionen heute können Unternehmen künftigen regulatorischen Anforderungen einen Schritt voraus sein.
Durch die Finanzierung können Unternehmen Projekte früher umsetzen. Dies kann ihnen dabei helfen, ihre Klimaziele zu erreichen und gleichzeitig ihre Leistungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung sowie ihre Marktposition zu stärken.
Ein überzeugender Antrag erfordert mehr als nur eine Beschreibung der geplanten Technologie. Das Projekt muss technische, finanzielle und betriebliche Reife nachweisen.
Unternehmen sollten zunächst folgende Schritte unternehmen:
Die vorläufigen Bedingungen sehen außerdem eine Machbarkeitsstudie, einen Projektzeitplan sowie Nachweise zur Anlagenbeschaffung und Finanzierung vor. Von den ausgewählten Antragstellern wird erwartet, dass sie eine Fertigstellungsgarantie in Höhe von 6 % des maximalen Förderbetrags vorlege
Die Vorbereitung eines erfolgreichen Antrags für die Wärmeauktion des Innovationsfonds erfordert mehr als nur technisches Fachwissen. Sie erfordert eine klare Finanzierungsstrategie, einen überzeugenden Business Case und ein wettbewerbsfähiges Angebot.
Unser Team unterstützt Industrieunternehmen während des gesamten Prozesses, unter anderem bei:
Ganz gleich, ob Ihr Projekt den Schwerpunkt auf industrielle Wärmepumpen, Elektrifizierung, erneuerbare Wärme oder integrierte Dekarbonisierungskonzepte legt – wir helfen Ihnen dabei, Ihre Investition so zu positionieren, dass sie die größtmöglichen Erfolgschancen hat.
Die nächste Auktion des EU-Innovationsfonds für Wärme bietet Industrieunternehmen, die ihre Prozesswärme dekarbonisieren und gleichzeitig umfangreiche EU-Fördermittel sichern möchten, eine große Chance.
Unternehmen, die bereits jetzt mit den Vorbereitungen beginnen, sind am besten aufgestellt, wenn die Ausschreibung offiziell startet.
Warten Sie nicht, bis das Bewerbungsfenster geöffnet ist.
Durch frühzeitige Planung können Sie Ihr Projekt optimieren, Ihren Business Case stärken und eine wettbewerbsfähige Bietstrategie entwickeln, die Ihr Förderpotenzial maximiert.
Autor: Parisa Javadi-Marand
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