- Elisabeth Schmid
- 18.03.26
- 2 min
- Fördermittelberatung, Forschungszulage, Für KMU
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Fabian Balle
Künstliche Intelligenz soll nicht nur analysieren, sondern messbar Wertschöpfung verbessern. Genau hier setzen zwei neue BMFTR-Förderrichtlinien an: InProKI für innovative Produktionssysteme und ModuS-KI für neue KI-Schlüsselfähigkeiten in Handwerk, Handel und Industrie. Für Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen eröffnet sich damit die Chance, KI-Lösungen gezielt in die Praxis zu bringen oder neue Fähigkeiten systematisch vorzubereiten. Wer ein Verbundprojekt plant, sollte jetzt handeln: Die Frist für die Projektskizze endet am 22. Mai 2026.
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Was steckt hinter der KI-integrierenden Wertschöpfung? Die beiden Bekanntmachungen gehören zum BMFTR-Themenfeld „KI-integrierende Wertschöpfung“. Gemeint ist KI, die nicht isoliert entwickelt wird, sondern direkt in betriebliche Abläufe, Produkte, Produktionssysteme und Services hineinwirkt. Im Mittelpunkt stehen also nicht abstrakte Demonstratoren, sondern wirtschaftlich relevante Anwendungen mit erkennbarem Nutzen für Unternehmen. Für Unternehmen ist das interessant, weil beide Formate auf Kooperation setzen. Gefragt sind Verbünde aus Wirtschaft und Wissenschaft, die Anwendungsnähe, technische Umsetzbarkeit und wirtschaftliche Perspektive zusammenbringen. |
Wichtig für die Projektauswahl ist der Praxisbezug. Vorgesehen sind Verbundprojekte mit industrieller Beteiligung, und die Anwendbarkeit muss in realen Produktionsumgebungen demonstriert werden. Zudem müssen Projekte mindestens drei konkrete, klar abgegrenzte und wertschöpfungsrelevante KI-Anwendungsfälle zur Produktivitätssteigerung berücksichtigen. Reine Neu- oder Grundsatzentwicklungen von KI-Algorithmen stehen dagegen nicht im Mittelpunkt.
InProKI ist besonders relevant für Unternehmen, die bereits über Daten, Prozesse und Anwendungsfelder verfügen und nun den Schritt in die industrielle Umsetzung gehen wollen. Typische Ausgangsfragen sind:
Die zweite Bekanntmachung, „KI-Module für Schlüsselfähigkeiten in Handwerk, Handel und Industrie (ModuS-KI)“, ist anders angelegt. Gefördert werden vorwettbewerbliche Verbundprojekte von Wirtschaft und Wissenschaft, die neue, bisher nicht erreichte Fähigkeiten von KI-Anwendungen identifizieren, bewerten, erforschen, entwickeln und prototypisch vorbereiten. Die Fähigkeiten müssen für typische Anwendungsfälle der jeweiligen Sektoren relevant und wirtschaftlich bedeutsam sein.
In der Explorationsphase geht es zunächst nicht um den großen Roll-out, sondern um die belastbare Vorbereitung. Die Bekanntmachung nennt unter anderem:
Entwicklung eines Konzepts für ein KI-Modul
Identifikation übertragbarer Anwendungsfälle
Diskussion von Lösungsoptionen und Machbarkeitsanalyse
Erhebung des F&E-Bedarfs und der Schutzrechtssituation
Netzwerkbildung für ein Lösungsökosystem
Entwicklung eines Umsetzungskonzepts
Abschätzung von Marktpotenzial und wirtschaftlicher Tragfähigkeit
Die Explorationsphase wird von einem kleinen Verbund getragen: einem Unternehmen, das die technische Lösung im Blick hat, sowie zwei bis drei Forschungseinrichtungen oder Hochschulen. Damit ist ModuS-KI vor allem für Akteure spannend, die eine neue KI-Fähigkeit zunächst strategisch, technisch und wirtschaftlich sauber aufsetzen wollen.
Für beide Richtlinien gilt die Einreichungsfrist am 22.05.2026. Außerdem ist ein zweistufiges Antragsverfahren vorgesehen. Die Förderquote für Unternehmen beträgt typischerweise bis zu etwa 50 % (abhängig von Größe und Vorhabenart), für Hochschulen und Forschungseinrichtungen bis zu 100 %, bei Projektlaufzeiten von max. 36 Monaten.
Text: Fabian Balle
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