Innovationen für die Landwirtschaft von morgen: Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) bietet hierfür zwei Fördermöglichkeiten. Zum einen hat es das „Programm zur Innovationsförderung" mit themenbezogenen Förderaufrufen für frühe Entwicklungsphasen geschaffen. Zum andern ermöglicht es mit der „Deutschen Innovationspartnerschaft Agrar“ (DIP-Agrar) themenoffene Einreichungen von praxisnahen Projekten, um deren Marktreife gezielt voranzutreiben. Die DIP-Agrar ist an das Innovationsförderprogramm angeschlossen. In diesem Blogartikel stellen wir Ihnen die beiden Förderprogramme des BMLEH vor.

Das BMLEH eröffnet mit diesen Förderwegen vielfältige Chancen für die Landwirtschaft. Ihr Ziel ist es, die Entwicklung von marktreifen Lösungen und deren Anwendung in der landwirtschaftlichen Praxis gezielt zu fördern. Auf diese Weise wird die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands durch wegweisende Projekte in Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gestärkt.

 

 

   

Förderziele und Förderberechtigte

Das Programm zur Innovationsförderung richtet sich an deutsche Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft – von Start-ups über kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und in einigen Fällen bis hin zu Großunternehmen. Sie können sowohl eigenständig als auch im Verbund mit Partnern aus Wirtschaft oder Wissenschaft an praxisorientierten Entwicklungsprojekten arbeiten. Ziel der Förderung ist die signifikante Steigerung des Technologiereifegrads (TRL), um innovative Lösungen bis zur Marktreife zu entwickeln.

 

 

 

Schwerpunkte des Innovationsförderprogramms

Ziel des Programms ist es, auf Basis neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse nachhaltige, wettbewerbsfähige und innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zu realisieren. Die Projekte werden meist in Kooperation zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen umgesetzt. Gefördert werden vielfältige Themenbereiche wie:
  • Agrartechnik
  • Pflanzenzüchtung und -schutz
  • Nutztierhaltung und -gesundheit
  • Lebensmittelsicherheit, Ernährung und Lebensmittelherstellung
  • Aquakultur und Fischerei

Die individuellen Förderaufrufe orientieren sich an übergreifenden Schwerpunkten und gesellschaftlichen Bedarfen, beispielsweise tiergerechte Haltung, ressourcenschonende Düngung oder digitale Technologien in der Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Der Weg zur Förderung mit DIP-Agrar

Im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung besteht ergänzend mit DIP-Agrar eine zusätzliche Fördermöglichkeit für anwendungsnahe Projekte. Diese sollten mindestens TRL 5 erreicht haben, mit dem Ziel, innerhalb eines Jahres den Übergang zu TRL 6 zu realisieren. Die Marktfähigkeit des Projekts muss zu Beginn skizziert werden, wobei das Ziel die Erreichung der Marktreife (TRL 8) zum Projektabschluss ist.

Einreichungsfristen: Projektskizzen können jeweils zum 15. Februar und 15. August eines Jahres eingereicht werden. Nach einer Vorprüfung durch die DIP-Geschäftsstelle erfolgt eine Präsentation des Projekts im DIP-Lenkungsausschuss.

EurA als Partner für erfolgreiche Förderprojekte

EurA unterstützt Unternehmen bei der Identifikation passender Förderprogramme, der Entwicklung innovativer Projektideen und der erfolgreichen Antragstellung.

Im Rahmen unserer ZIM-Netzwerke ZukunftTier und Biomass2Food entwickeln wir kontinuierlich innovative Projektideen und Skizzen, die gezielt für die Innovationsförderung und DIP Agrar eingereicht werden.

Nutzen Sie unsere Erfahrung, um Ihr Innovationsprojekt optimal aufzustellen und von den Fördermöglichkeiten zu profitieren. Gemeinsam treiben wir nachhaltige Lösungen in den Bereichen Tierhaltung, nachhaltige Lebensmittelproduktion und Aquaponik voran!


 

Text: Dr. Maria Jaeger

Dr. Sabine Goetz

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Dr. Sabine Goetz

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Als Koordinatorin der Vernetzungs- und Transfermaßnahme DigiTier habe ich einen umfangreichen Einblick in innovative digitale Lösungen, die die Tierhaltung nachhaltiger machen – durch eine Steigerung des Tierwohls, Arbeitserleichterungen für Landwirte und Erhöhung der Transparenz in der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette. Zu meiner Hauptaufgabe zählt hierbei die Vernetzung von Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis in Form von Workshops und die öffentlichkeitswirksame Darstellung der Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Neben den Nutztierwissenschaften bringe ich aus meinem Studium und meiner Promotion auch fundierte Kenntnisse und Erfahrungen in Meeres- und Fischereiökologie mit.
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