13 Mio. € Förderung für Elektrobusse im ÖPNV erfolgreich beantragt

Die Elektromobilität im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wird in immer mehr Betrieben deutschlandweit in praktischer Erprobung und im regulären Betrieb eingesetzt. EurA hat es im Jahr 2020 geschafft, mit rund 13 Mio. € Fördermittel für ÖPNV-Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet für die Beschaffung von Elektrobussen zu dienen. Denn die in diesem Verbundprojekt beteiligten ÖPNV-Unternehmen, welche aus dem gesamten Bundesgebiet stammen, haben sich alle auf die Fahne geschrieben, ihre Busflotten in den kommenden Jahren auf die alternativen Antriebe umzustellen.

Projektpartner im Projekt "SeNSA"

An dem Projekt „SeNSA“ sind insgesamt vier Partner beteiligt, welche sich bei verschiedenen Konferenzen der ÖPNV-Betreiber dazu entschlossen haben, bundeslandübergreifend elektrische Busse in einem gemeinsamen Projekt anzuschaffen und so einen Dialog und Erfahrungsaustausch zu elektrischen Bussen zu führen. Damit wurde zudem der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Großunternehmen sowie kleinen und mittleren Unternehmen im ÖPNV intensiviert und im Laufe der Projektlaufzeit ausgebaut.

Autokraft GmbH

Die Autokraft GmbH ist das größte Omnibus-Verkehrsunternehmen in Schleswig-Holstein. Sie betreibt den Regionalbusverkehr in Schleswig-Holstein sowie in mehreren Landkreisen und einigen Städten ganz oder teilweise den ÖPNV. Die Autokraft GmbH ist eine 100%ige Tochter der DB Regio AG. Mit rund 735 Mitarbeitern und über 850 Bussen befördert die Autokraft ca. 40 Millionen Fahrgäste im Jahr (Stand Januar 2022).

Die Autokraft wird mit dem Vorhaben viele ihrer Linien im Stadt- und Überlandgebiet im gesamten Bereich von Schleswig-Holstein elektrifizieren und die E-Busse damit auch in den von der NOx-Belastung betroffenen Städten (Kiel, Norderstedt) einsetzen. Durch die Neuanschaffung werden ältere Dieselmodelle der Hersteller Mercedes-Benz und MAN ersetzt werden. Welche Fahrzeuge nun beschafft werden, wird die Autokraft im Laufe der Projektlaufzeit auch mit ihren Aufgabenträgern gemeinsam entscheiden.

Neue Pellwormer Dampfschiffahrtsgesellschaft mbH (NPDG)

Die Neue Pellwormer Dampfschiffahrtsgesellschaft mbH (NPDG) ist eine Reederei auf der Insel Pellworm. Die Reederei NPDG ist ein privatwirtschaftliches Verkehrs- und Inselversorgungsunternehmen und ganzjährig für die Fährverbindung der Nordseeinsel Pellworm mit dem Festland verantwortlich. Dazu gehört auch der Gütertransport zwischen der Insel Pellworm und dem Festland. Mit 25 Mitarbeitern (Stand Januar 2022) wird bei der Neuen Pellwormer Dampfschiffahrtsgesellschaft mbH das volle Leistungsspektrum des öffentlichen Nahverkehrs auf der gesamten Insel erfüllt. Die NPDG betreibt mit zwei Linienbussen auch den öffentlichen Personennahverkehr auf der Insel.

Die NPDG plant durch die Maßnahme den Betrieb der Insellinie auf der Insel Pellworm komplett zu elektrifizieren sowie mittelfristig durch die Ersatzbeschaffung weiterer Fahrzeuge den gesamten Betrieb auf batterieelektrische Busfahrzeuge umzustellen.

Seger AG

Die Seger AG aus Münnerstadt im Landkreis Bad Kissingen im Norden des Freistaates Bayern betreibt mit einem Fuhrpark von 38 Fahrzeugen den Linienverkehr zwischen Bad Neustadt und Münnerstadt sowie den Ersatz- und Auftragsverkehr für die Omnibusverkehr Franken GmbH.

Durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen möchte die Seger AG kurzfristig CO2-Emissionen und fossile Energieträger einsparen und sich dadurch im Rahmen von Verkehrsdienstleistungsverträgen mittel- bis langfristig einen Wettbewerbsvorteil in der eigenen Region sichern. Der erste Schritt ist nun mit zwei batterieelektrischen Fahrzeugen getan. Weitere Anschaffungen von batterieelektrischen Fahrzeugen sind in den kommenden Jahren geplant

Sylter Verkehrsgesellschaft

Die Sylter Verkehrsgesellschaft (SVG) mit rund 50 Mitarbeitern und 50 Bussen (Stand Januar 2022) verkehrt täglich auf Sylt und legt dabei rund 1,5 Mio. km zurück. Die Forcierung der Elektro-mobilität und die Nutzung elektrischer Antriebe im ÖPNV sind auch für die Insel Sylt ein wichtiges Thema und im insularen Klimaschutzkonzept als Handlungsfeld beschrieben. Für die Insel hat dies folgende Effekte: Geringere Lärmbelastung und keine Luftbelastung durch C02- Emissionen. Die Sylter Verkehrsgesellschaft wird im Laufe der Projektzeit fünf batterieelektrisch betriebenen Gelenkzüge beschaffen, welche die älteren Dieselmodelle ersetzen sollen.

Alle Projektpartner haben sich zudem bei der Antragstellung verpflichtet, nur 100% grünen Strom für das Laden der Fahrzeuge zu verwenden.

Weitere Einreichung von Skizzen bei dem aktuellen Förderaufruf zur Beschaffung von E-Bussen im ÖPNV erfolgte im Oktober 2021.

Im Jahr 2022 rechnet die EurA mit drei weiteren Förderaufrufen, die sich mit der Beschaffung von E-Bussen im ÖPNV beschäftigen werden. Mit dem ersten dieser Aufrufe ist ab März 2022 zu rechnen.

 

Foto Copyright: priapanmedia

Autorin: Joke Brodersen

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