EU-Taxo­nomie – Wie gut ist Ihr Unter­nehmen vor­bereitet?

Am 18. Juni 2020 hat das Europäische Parlament die EU-Taxonomie-Verordnung verabschiedet, die der Offenlegungsverordnung von 2019 folgt. Sie ist eine weitere wichtige Errungenschaft innerhalb des Legitimations- und Verwaltungssystems der EU in Bezug auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Komponenten (Environmental, Social, Governance; ESG), die sich auf den Ressourcenmanagementsektor auswirkt.

 

Was verbirgt sich hinter der EU-Taxonomie-Verordnung?

Die EU-Taxonomie-Verordnung ist ein administrativer Klassifizierungsrahmen, der Unternehmen dabei hilft, zu charakterisieren, welche ihrer Finanzpraktiken ökologisch nachhaltig sind. Zudem verpflichtet die Richtlinie Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden zur Berichterstattung darüber, wie hoch der Anteil ihrer Investitionen ist, der in nachhaltige Aktivitäten fließt. Die Europäische Kommission hat ein IT-Tool entwickelt, das die Nutzung der Verordnung fördert, indem es den Kunden erlaubt, die Verordnung zu erkunden.

EU-Taxonomie-Verordnung2

Was ist das Ziel der EU-Taxonomie-Verordnung?

Die EU-Taxonomie-Verordnung unterstützt Unternehmen, Projektträger und Emittenten dabei, ihre Umweltleistung zu verbessern, indem sie Leistungsschwellen einführt, die dabei helfen zu unterscheiden, welche Tätigkeiten nachhaltig sind und welche es ganz sicher nicht sind. Mit Hilfe einer Aufstellung, in welcher grüne Investitionen charakterisiert werden, stellt die EU sicher, dass Investoren ihr Geld für tatsächlich nachhaltige Aktivitäten ausgeben.

Taxonomie-Verordnung und delegierte Rechtsakte

Die Taxonomie-Verordnung wurde am 22. Juni 2020 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und ist am 12. Juli 2020 in Kraft getreten. Sie etabliert ein System für die EU-Taxonomie, indem sie verschiedene übergreifende Bedingungen festlegt, die erfüllt sein müssen, um die ökologische Nachhaltigkeit einer wirtschaftlichen Tätigkeit geltend zu machen.

Bislang konzentriert sich die Verordnung vor allem auf Umweltziele. Aufgrund der jüngsten Covid-19-Pandemie werden bald aber auch soziale und Governance-Ziele einbezogen. Die Taxonomie-Verordnung legt sechs EU-Umweltziele fest, die grüne Wirtschaftstätigkeiten definieren:

  1. Abschwächung des Klimawandels
  2. Anpassung an den Klimawandel
  3. Die nachhaltige Nutzung und der Schutz von Wasser- und Meeresressourcen
  4. Der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft
  5. Vermeidung und Kontrolle von Umweltverschmutzung
  6. Der Schutz und die Wiederherstellung von Biodiversität und Ökosystemen

Zusätzlich werden vier Bedingungen festgelegt, die eine wirtschaftliche Aktivität erfüllen muss, um als taxonomieausgerichtet zu gelten:

  1. Einen wesentlichen Beitrag zu mindestens einem Umweltziel leisten
  2. Keine wesentliche Beeinträchtigung eines anderen Umweltziels
  3. Einhaltung der sozialen Mindeststandards
  4. Erfüllung der technischen Prüfkriterien

Wen betrifft die EU Taxonomie-Verordnung?

Die EU-Taxonomie-Verordnung weist auf drei Gruppen von primären Taxonomie-Nutzenden hin:

  1. Finanzmarktmitglieder, die Finanzdienstleistungen und -produkte innerhalb der EU bewerben, einschließlich Anbietern von betrieblicher Altersvorsorge.
  2. Große Organisationen, die verpflichtet sind, eine nichtfinanzielle Erklärung abzugeben, wie in der Richtlinie zur nichtfinanziellen Berichterstattung angegeben.
  3. Die EU und die Mitgliedsstaaten, wenn sie öffentliche Maßnahmen, Richtlinien oder Labels für grüne Finanzprodukte oder Anleihen einführen.

Fazit

     
  Neben dem ökologischen Schwerpunkt der EU-Taxonomie wird sie bald auch grundlegende soziale und Governance-Kriterien beinhalten, die relativ einfach einzuhalten sind. Es ist wichtig, sich auch auf soziale und Governance-Kriterien zu konzentrieren, da die meisten nachhaltigen Fonds alle Komponenten von ESG berücksichtigen. Die EU-Taxonomie bringt mehr Transparenz und Einheitlichkeit, was eventuelle Zweifel von Anlegern an Greenwashing ausräumen kann und mehr Vertrauen in die Nachhaltigkeit ihrer Investments schafft. Ab 2021 müssen Unternehmen ihre an der Taxonomie ausgerichteten wirtschaftlichen Aktivitäten in ihrer nicht finanziellen Erklärung darlegen.  
     

 

Gemeinsam mit der EurA

Wir als EurA können Ihnen dabei helfen, die EU-Taxonomie-Verordnung in eine Chance für Ihr Unternehmen zu verwandeln, indem wir Ihnen Wege aufzeigen, wie Sie Ihren Betrieb so anpassen können, dass er die EU-Umweltziele erfüllt. Dies verbessert auch Ihre Fähigkeit, Investoren anzuziehen. Beginnen Sie jetzt mit dem Screening Ihres Unternehmens, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Für weitere Informationen und Unterstützung können Sie uns gerne über das Kontaktformular unten kontaktieren.

 

Autor: Shashank Goyal

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