Es war die höchste Anzahl an Anträgen in diesem Jahr, die der European Innovation Council (EIC) für sein allseits beliebtes Förderinstrument, den EIC Accelerator erhalten hat. Nicht weniger als 1.083 Anträge wurden zur letzten Bewerbungsfrist 2023 eingereicht. Nach dem Terroranschlag der Hamas auf Israel im Oktober 2023 hat der EIC aus Solidarität mit den israelischen Antragstellern kurzfristig entschieden, die Frist vom 19. Oktober auf den 8. November zu verschieben.

Besonders nachgefragt war die Mischfinanzierung (blended finance), bestehend aus einer Förderung des EICs und Beteiligungskapital. 666 Antragsteller, das entspricht ca. 61 Prozent aller Bewerber haben sich dafür beworben. 148 Unternehmen haben sich hingegen für eine Förderung des EICs (grant only) beworben. Für die Variante grant first, wobei sich Bewerber zunächst um die Förderung bemühen und zu einem späteren Zeitpunkt Beteiligungskapital erhalten können, haben sich 269 Firmen beworben.

Rund 17 Prozent der Bewerbungen wurden von Unternehmen mit einer weiblichen Führungskraft, beispielsweise in der Rolle als CEO, CTO oder CSO eingereicht. Die Antragsteller kommen aus 39 unterschiedlichen Ländern, wobei die größte Anzahl an Bewerbungen aus Deutschland, Frankreich und Israel eingereicht wurde. Rund 14 Prozent der Unternehmen haben ihren Sitz in den assoziierten Ländern der Europäischen Union.

Für die 1.083 Anträge geht es nun in die Evaluationsphase, wobei eine unabhängige Jury die Bewerbungen auswertet. Erfolgreiche Antragsteller werden anschließend zum 3. Bewerbungsschritt, dem Interview eingeladen. Dort gilt es dann die Jury bestehend aus Investoren und Wirtschaftsexperten zu überzeugen. Die Einladungen zum Interview werden voraussichtlich im Januar 2024 herausgeschickt, wobei das Auswahlverfahren laut einer Pressemitteilung des EICs Ende Februar abgeschlossen wird.

Zahlen der vierten Bewerbungsrunde zum EIC Accelerator auf blauem Hintergrund.
EIC Accelerator: Übersicht zur November-Deadline (4. Frist 2023).

Wie geht es weiter mit dem EIC Accelerator?

Wie die anderen europäischen Institutionen, veröffentlicht der EIC jährlich sein Jahresarbeitsprogramm, das auch als work programme bekannt ist. Darin werden die wichtigsten Maßnahmen und die Rahmenbedingungen für das kommende Jahr aufgeführt. Das Arbeitsprogramm dient dazu, die breite Öffentlichkeiten sowie andere Institutionen umfassend über das Förderinstrument und dessen Rahmenbedingungen zu informieren. Sicher ist, dass das Arbeitsprogramm 2024 anders aussehen wird als bisher und im Bewerbungsverfahren einige Anpassungen vorgenommen werden. Die Antragsberechtigten im EIC Accelerator, Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen erwarten mit Spannung das neue Arbeitsprogramm und die Bewerbungsfristen 2024. Von Seiten des EIC hieß es, dass das Arbeitsprogramm noch vor Weihnachten 2023 veröffentlicht werde.

Erfreulich ist jedoch in Zeiten der Planungsunsicherheit, dass Start-ups und KMU den ersten Schritt, die Kurzbewerbung zu jeder Zeit einreichen und absolvieren können. Der Kurzantrag besteht aus diversen Fragen im EU-Portal mit bis zu max. 30.000 Zeichen, einem Pitch Deck (max. 10 Seiten) sowie einem Video-Pitch (max. 3 Minuten). Wir empfehlen Antragstellern die Kurzbewerbung noch in diesem Jahr einzureichen, um bei positiver Begutachtung im nächsten Jahr die Vollbewerbung zur ersten Antragsfrist vorlegen zu können. Kommen Sie gerne auf uns zu, wir beraten und begleiten Sie durch den Antragsprozess.


Hintergrundinformationen

Mit dem EIC Accelerator bietet die EU Start-ups sowie kleinen und mittleren Unternehmen eine besonders attraktive und lukrative Art der Unterstützung. Erfolgreiche Antragsteller erhalten eine Förderung in Höhe von bis zu 2,5 Mio. Euro und Eigenkapital bis zu 15 Mio. Euro. Besonders interessant ist der Ansatz des europäischen Förderprogramms, da die marktnahe Weiterentwicklung, Demonstration und Marktvorbereitung eines hochinnovativen technologischen Produkts oder einer Dienstleistung im Fokus steht.


Sie haben eine Idee und fragen sich, ob diese für den EIC Accelerator geeignet ist? Oder Sie haben bereits ein konkretes Projekt und möchten direkt mit der Antragstellung beginnen? Dann kontaktieren Sie uns. EurA ist seit dem Start des Programms im Jahr 2014 dabei und mit über 200 Anträgen Marktführer im EIC Accelerator sowie eines der größten Beratungsunternehmen in Deutschland. Sprechen Sie uns gerne an.

Nutzen Sie diese einmalige Chance und heben Sie Ihr Unternehmen auf die nächste Stufe mit uns!


Stefan Durm

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Ich bin seit rund zehn Jahren erfolgreich in internationalen Projekten zuhause. Ich habe sowohl internationale Forschungskonsortien gestaltet und koordiniert, als auch mehr als 50 Business Pläne für hochinnovative Deeptech-Startups (mit-)entwickelt und erfolgreich umgesetzt. Um dieses Wissen immer weiter zu schärfen, bin ich Gründungsmitglied des Europäischen Verbands der Innovationsberater (EAIC) und vertrete dort EurA. Bei Fragen zu internationalen Förderprojekten bin ich somit immer eine sehr gute erste Anlaufstelle.
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