Am 29. August 2023 fand wieder die „International Drone Show“ in Odense, Dänemark statt; organisiert von Odense Robotics und UAS International Test Center Denmark. Wie jedes Jahr hielt die Veranstaltung das, was sie versprach: eine Informations-Plattform zu sein, um die neuesten Drohneninnovationen vorzuführen und Anwendungspotentiale zu erkunden. Die Show ist ein einzigartiger Treffpunkt für ­Drohnenunternehmen und Endverbraucher aus Dänemark und dem Ausland.

Entsprechend hochwertig waren Vorträge und Live-Vorführungen – die Creme de la Creme der „Drohnenszene“ gab sich ein Stelldichein. Da Dänemark eine große UAS-Fangemeinde vorweisen kann, kam viel Know-how zusammen, und so wurden die Fortschritte bei der Etablierung von Drohnensystemen in den verschiedenen Bereichen der Industrie und des alltäglichen Lebens angeregt diskutiert. 40 Redner aus aller Welt hielten Vorträge.

 

Was ist ein Unmanned Aircraft System (UAS)?

Heute spricht man meist von UAS, was für Unmanned Aircraft System steht, also unbemanntes Luftfahrzeugsystem. Es umfasst das Fluggerät samt Ausrüstung wie etwa die Fernsteuerung. UAV hingegen bedeutet Unmanned Aerial Vehicle und bezeichnet lediglich das Gerät.

 


Für die EurA Kollegen aus der Niederlassung Enge-Sande war vor allem das Thema Drohnenkonnektivität für BVLOS-Flüge unter Nutzung von 5G von Interesse, also außerhalb der Sichtweite (Beyond Visual Line Of Sight). Außerdem waren die Live-Flugvorführungen der in Entwicklung befindlichen Systeme spannend. Die Flugshow demonstrierte verschiedene Modelle,

  • eines von Quadsat zur Demonstration der Satelliten-Emulation,
  • eines von DroneVolt zum Thema VTOL (Vertical Take-Off and Landing) bei zehn Kilogramm Nutzlast,
  • eines von Nordic Wing, eine Fixed-Wing-ISR-Drohne sowie
  • eines von Avular, das sich mit der Entfesselung des autonomen Flugs und Sensorintegration mit Modular Vertex One beschäftigt.

 

Künftige Regelung von unbemannten Drohnenflügen

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung war die künftige Regelung und Abwicklung von unbemannten Drohnenflügen in den Flugsicherungssystemen für die bemannte Luftfahrt. Nur wenn es gelingt, Systeme für die Sicherung unbemannter und bemannter Flüge zu kombinieren, zu integrieren und die Regularien entsprechend anzupassen, können die Potenziale der Drohnenfliegerei ausgeschöpft werden.

Neben dem Ausstellungsbereich, in dem Unternehmen und Organisationen Lösungen und Forschungsergebnisse präsentierten, fanden Podiumsdiskussionen mit Branchenexperten über die neuesten Drohnenentwicklungen großen Anklang. Besonders gefragt waren diejenigen über den Status der Integration von Drohnen in skandinavischen Ländern und die damit verbundenen Herausforderungen. Ein möglicher Blick in die Zukunft auch für die deutsche Region?

Klein, aber fein, diente die Veranstaltung außerdem ideal als Matchmaking-Format: Die rund 400 Besucher nutzten die Möglichkeit, sich mit international aufgestellten Fachleuten zu vernetzen. Dr. Viktor Schneider von der EurA AG sagte: “Die Nahbarkeit und Begeisterung der Referenten, die den Einwohnern der nordischen Länder zu eigen ist, ist immer wieder erfrischend”. Er ist Manager des USAI-Netzwerks (Unbemannte Systeme für Autonome Inspektion), das mit einer Förderung des Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) aufgebaut werden konnte und bei der Entwicklung von neuen UAS-Produkten unterstützt. Mehr Informationen finden Sie in unserem Blogartikel über USAI.

Text: Britta Rückriem

Dr. Viktor Schneider

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Danke fürs Lesen! Wenn Sie mehr über dieses Thema erfahren möchten, freue ich mich auf ein Gespräch mit Ihnen. Ich habe Physik mit Schwerpunkt Plasmatechnologie studiert und einen Doktortitel in Materialwissenschaften mit Schwerpunkt Nanocomposite. Bei EurA in Schleswig-Holstein bin ich seit 2017 als Projekt- und Netzwerkmanager, zertifizierter go-Inno-Berater sowie als Koordinator für EU-Fördermittel tätig. Ich bin hoch motiviert, mein Wissen, meine Erfahrung und Fähigkeiten für das erfolgreiches Wachstum von innovativen Unternehmen einzusetzen. Ich leite viele Projekte im Bereich der elektrischen und automatisierten Mobilität (Luft, Wasser, Straße) und verfüge über umfangreiche Erfahrungen in nationalen und europäischen Fördermitteln. Ich habe viele Start-ups, mittelständische und große Unternehmen bei der Realisierung ihrer Innovationen beraten. Zudem bin ich passionierter Cross-fitter, wenn auch nicht mehr ganz in Topform.
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