In den letzten Jahren hat die Bedeutung von Umweltbewusstsein im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zugenommen. Daher ist die Kombination von Nachhaltigkeit und Rentabilität für die verarbeitende Industrie auf der ganzen Welt ein wesentlicher Bestandteil geworden. Der europäische Fertigungssektor steht an der Spitze dieses Wandels und leistet mit Technologien wie der zerstörungsfreien Prüfung (non-destructive testing, NDI) Pionierarbeit. Sie sollen Qualität und Zuverlässigkeit gewährleisten, gleichzeitig die Kosten senken sowie die betriebliche Effizienz verbessern, um letztlich das ehrgeizige Ziel „null Fehler, null Abfall“ zu erreichen.

Ein gutes Beispiel hierfür ist das von der EU geförderte ZDZW-Projekt, wobei ZDZW für null Fehler (zero defect, ZD) und null Abfall (zero waste, ZW) steht. Das Projekt folgt diesem Trend und arbeitet mit innovativen nicht-destruktiven Technologien. Sie helfen dabei, wichtige qualitätsrelevante Produktparameter während des gesamten Herstellungsprozesses und Produktlebenszyklus zu bewerten sowie Defekte und Abfälle zu reduzieren. Die entwickelten Inspektionstechnologien sind für wichtige Industriezweige bestimmt wie die Automobilindustrie, Haushaltsgeräte, erneuerbare Energien, E-Health sowie die Lebensmittel- und Getränkeindustrie.

Die Nachhaltigkeit zerstörungsfreier Prüfverfahren bewerten

Das ZDZW-Projekt wird unter Beteiligung der EurA AG geleitet. Wir tragen zur Erreichung der ehrgeizigen Ziele des Projekts bei, indem wir zwei wirkungsvolle Methoden zur Nachhaltigkeitsbewertung einsetzen:

  1. Das Life Cycle Assessment (LCA) nach DIN EN ISO 14040:2006 und DIN EN ISO 14044:2006 quantifiziert den ökologischen Fußabdruck von Produkten und/oder Prozessen über ihren gesamten Lebenszyklus. Das heißt, von der Rohstoffgewinnung über die Produktion bis hin zu Transport, Nutzung und Entsorgung. Durch die Quantifizierung des Ressourcenverbrauchs, der Emissionen und der Umweltauswirkungen ermöglicht die Ökobilanz den Herstellern, ihre Hotspots zu identifizieren. Durch die Entscheidung für energieeffiziente Materialien, die Rationalisierung der Produktion und die Förderung des Recyclings können Unternehmen sowohl ihre Umweltauswirkungen verringern als auch ihr gesellschaftliches Ansehen verbessern.
  2. Die Lebenszykluskostenrechnung (Life Cycle Costing, LCC) ist die Brücke zwischen Nachhaltigkeit und Rentabilität. Sie bewertet die finanziellen Auswirkungen jeder Phase im Lebenszyklus eines Produkts, einschließlich Anschaffung, Betrieb, Wartung und Entsorgung, und bietet so eine umfassende finanzielle Perspektive. Wenn ein Unternehmen beispielsweise in hochwertige und teure Anlagen investiert, kann dies zunächst zu höheren Anschaffungskosten führen. Die LCC zeigt dann die langfristigen Vorteile in Form von weniger Defekten, längeren Produktlebenszyklen und geringeren Wartungskosten auf. Im Rahmen des Projekts verbessert dieser strategische Ansatz nicht nur die Produktqualität, sondern positioniert die Hersteller auch als Vorreiter bei der Einführung zerstörungsfreier Prüftechnologien.

LCA und LCC arbeiten nicht isoliert voneinander, sondern synergetisch, um den Unternehmenswert zu steigern. Während LCA umweltkritische Bereiche hervorhebt, bewertet LCC die wirtschaftliche Tragfähigkeit umweltfreundlicher Alternativen. Diese Synergie treibt nicht nur Innovationen voran, sondern führt auch zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit und zieht umweltbewusste Kunden und Interessengruppen an.

Mehr über dieses Thema erfahren Sie in einem gesonderten Blogbeitrag über das ZDZW-Projekt.

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Text: Mary Osorio

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Ich habe einen Master of Science in Umwelt- und Ressourcenmanagement von der Technischen Universität Brandenburg. Des Weiteren habe ich Abschlüsse als Wirtschaftsingenieurin an der Nationalen Universität von Kolumbien und als Finanztechnologin an der Universität Escolme in Kolumbien. Im Laufe meiner Karriere habe ich in verschiedenen Unternehmen gearbeitet und dabei mehr als 15 Jahre lang umfangreiche Erfahrungen im Bereich des Lieferkettenmanagements gesammelt. Mein besonderes Interesse gilt der Abfallreduzierung und Prozessverbesserung, ein Bereich, in dem ich drei Patente angemeldet habe. Ich bin als LCA- und LCC-Beraterin bei der EurA AG tätig und steht Ihnen gerne zur Verfügung.
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