Hinweis: Aufgrund des noch ausstehenden Beschlusses des neuen Bundeshaushalts 2024 befindet sich die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft, darunter auch der Transformationsplan (früher Tranformationskonzept) in einer Novellierung. In diesem Beitrag inkludiert sind alle Infos bis zum Stand des 02.02.2024.

 

In diesem Blogartikel stellen wir Ihnen die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft vor. Dabei gehen wir explizit auf die förderfähige Erstellung von Transformationplänen (früher Transformationskonzepten) inklusive Erstellung der CO2-Bilanz ein.

Ein Transformationsplan (früher Transformationskonzept) ist die Darstellung der längerfristigen Dekarbonisierungsstrategie eines Unternehmens oder eines Unternehmensstandortes. Es beinhaltet eine qualitative und quantitative Beschreibung der Ausgangssituation in Bezug auf ein CO2-Minderungsziel sowie mögliche Maßnahmen, um das CO2-Ziel zu erreichen. Die Berechnung der CO2-Bilanz des Unternehmens (Corporate Carbon Footprint) lässt sich somit fördern. Ziel ist die Planung und Umsetzung der Transformation zur Treibhausgasneutralität.

     
 

Eine CO2-Bilanz wird korrekterweise auch Treibhausgas-Bilanz (THG-Bilanz) genannt, da sie nicht bloß das direkt in die Umwelt emittierte CO2, sondern alle im Kyoto-Protokoll relevanten klimaschädlichen Gase beinhaltet. Diese werden in CO2-Äquivalente umgerechnet und aufaddiert, woraus sich letztlich ein einzelner Wert für die CO2-Bilanz ergibt.

 

Laut BMWK sollte der Transformationsplan mindestens die folgenden Aspekte aufgreifen:

  • Darstellung des IST-Zustands: CO2-Bilanz des Unternehmens - als Referenzjahr gilt das derzeitige Geschäftsjahr oder eines der vergangenen zwei Jahre
  • Formulierung eines THG-Neutralitätsziels bis spätestens 2045
  • ein längerfristiges (mindestens zehn Jahre nach Antragstellung) und konkretes THG-Ziel (SOLL-Zustand) für den oder die betrachteten Standort(e)
  • Maßnahmenplan für die Zielerreichung bzw. die Transformation von IST- zu SOLL-Zustand

 

In welcher Höhe wird gefördert?

  • Förderquote40% für große-, 50% für mittlere- und 60% für kleine Unternehmen
  • Fördersumme: max. 60.000 Euro
  • ZusatzErhöhung der Förderquote um weitere 10% und Erhöhung der Fördersumme auf 90.000 Euro bei Mitgliedschaft eines IEEKN-Netzwerks (Inititative Energieeffizienz- und Klimaschutznetzwerke)

Hinweis: Sollten Sie Interesse an einer Mitgliedschaft in einem IEEKN-Netzwerk haben, prüfen wir gerne für Sie, ob ein bereits bestehendes Netzwerk für Sie in Frage kommt. Weiterhin können wir im Zusammenschluss von min. fünf Unternehmen ein neues Netzwerk mit Ihnen gründen oder Netzwerkpartner für Sie finden.

Wie wird gefördert?

  • Laufzeit: 12 Monate
  • BegünstigteUnternehmen mit Betriebsstätte in Deutschland
  • Projektträger: VDI/VDE-IT
  • Frist: keine (kontinuierliche Einreichung)

Was wird gefördert?

Im Transformationsplan können nur Dienstleistungen von externen Beratern gefördert werden. Eigens bereits erstellte CO2-Bilanzen der Unternehmen können bspw. nicht gefördert werden.

Die folgenden Bestandteile eines Transformationsplans werden gefördert:

  • Erstellung einer vollumfänglichen CO2-Bilanz durch Berater (Scope 1 – 3)
  • Verifizierung der Bilanz durch eine geeignete Zertifizierungsgesellschaft
  • Erstellen eines Reduktionsziels und eines entsprechenden Maßnahmenkatalogs
  • Kosten für Messung, Datenerhebung und Datenbeschaffung durch externe Dienstleister
  • Beschreibung der Chancen und Risiken der Handlungsoptionen: Problemstellungen identifizieren, die aus heutiger Sicht noch nicht lösbar sind
  • Prüfung der Auskoppelung und Nutzung von Abwärmepotenzialen sowohl innerhalb als auch außerhalb des Betriebs

Was wird nicht gefördert?

Lizenzgebühren und Anschaffungskosten von Berechnungssoftware zur Erstellung der CO2-Bilanz werden nicht gefördert. Detailplanungen und Anschaffungskosten von bspw. neuen Anlagen, die als Maßnahme zur CO2-Reduzierung identifiziert wurden, können ebenfalls nicht gefördert werden. Hierfür gibt es konsekutive Fördermaßnahmen.

Weitere Informationen finden Sie im Informationsblatt Transformationskonzepte des BMWK.

     
 

Der Transformationsplan ermöglicht es Ihnen nicht bloß Ihre CO2-Bilanz und Roadmap zur Treibhausgasneutralität zu bestimmen, er dient auch als „Türöffner“ für Förderungen von Energieeinsparmaßnahmen. Rechtlicher Rahmen für den Transformationsplan ist die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft. Die folgenden weiteren Bereiche werden gefördert:

  • Querschnittstechnologien
  • Maßnahmen zur Prozesswärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien
  • Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Sensorik und Energiemanagementsoftware
  • Maßnahmen zur Optimierung des Energie- und Ressourcenbedarfs von Anlagen und Prozessen
  • Elektrifizierung von Prozessen

Mittels des Transformationsplans kann aufgezeigt werden, wie viel CO2 pro Maßnahme in der jeweiligen Förderung eingespart werden kann und welchen Einfluss dies auf die CO2-Gesamtbilanz des Unternehmens hat. Mehr Infos zu den weiteren Fördermaßnahmen finden Sie hier.

 
     

CO2-Emissionskonzept

Unser Angebot

Mit unserem Angebot sind wir bei GUTcert als Berater für Klimaneutralität gelistet. Gerne unterstützen wir Sie bei der Erstellung Ihrer CO2-Bilanz und der Ausarbeitung einer Klimaneutralitäts-Roadmap. Als Marktführer im Bereich der Fördermittelberatung verfügen wir über langjährige Erfahrung in den Bereichen nationale und internationale Fördermittel und stehen Ihnen an jeder Stelle der Antragsstellung mit Rat und Tat zur Seite. Dies gilt auch für Fördermöglichkeiten der im Transformationskonzept gemeinsam mit unseren zertifizierten Energieberatern herausgearbeiteten investiven Maßnahmen. Kontaktieren Sie uns gerne.

Autor: Marvin Gornik

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Nachhaltige Lösungen sind ein Must-have, sowohl aufgrund des Klimawandels als auch aufgrund wachsender Stakeholder-Anforderungen. Trotz oder gerade wegen der großen Herausforderungen innerhalb dieser Thematik übe ich meinem Beruf als Nachhaltigkeitsberater voller Ambition und Freude aus. Durch meinen Masterabschluss im Chemieingenieurwesen bin ich vorwiegend in Branchen wie der Chemie, Energiespeicherung oder allgemein dem produzierenden Gewerbe als Berater für die EurA tätig. Wenn Sie mehr über Nachhaltigkeitsberatung erfahren möchten, freue ich mich auf ein Gespräch mit Ihnen.
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