+++ Blogserie Innovation Fund (Teil 4) +++ Mit den attraktiven Förderbedingungen sind sehr anspruchsvolle Kriterien bei der Projektauswahl verbunden. Um beim Innovation Fund erfolgreich zu sein, bedarf es einer Reihe von gut vorbereiteten Antragsunterlagen. Die beiden Dokumente Machbarkeitsstudie und der Business Plan sind verpflichtend für Ihren Innovation-Fund-Antrag. Sie umfassen je maximal 60 Seiten und bieten die Chance, das Projekt im Detail so zu beschreiben, dass es tatsächlich durchführungsreif ist. 

  +++ Unsere Blogserie zum Innovation Fund +++

Sind diese Unterlagen weniger wichtig als der “Part B”?

Die Machbarkeitsstudie beweist den Innovationscharakters des Projekts und vor allem die technische Projektreife. Im Business Plan wird dann im Wesentlichen die finanzielle Projektreife erläutert, und die Daten helfen bei der Bewertung des Business Models Ihres Projekts. Da die Projektreife beim Innovation Fund sehr wichtig ist, sollten diese Dokumente bzw. Informationen bereits weitgehend vorliegen. Idealerweise genügt dann im Hauptantragsteil, dem sogenannten Part B, immer wieder der Verweis auf die “Feasibility Study” und den Business Plan, um gute Argumente zu untermauern.

Machbarkeitsstudie für den Innovation Fund: Welche Punkte sollte man adressieren?

Die Machbarkeitsstudie beleuchtet das Projekt aus allen technischen und operativen Perspektiven. Sie beginnt mit einer allgemeinen Beschreibung des Prozesses oder Produkts einschließlich der angedachten Produktionsmenge und einer Bewertung der dafür nötigen Rohstoffverfügbarkeit. Hier ist auch der richtige Moment, um auf den geplanten Produktionsstandort einzugehen und die Akzeptanz der relevanten Interessensvertreter (z. B. Anwohner) zu verdeutlichen. Quantifiziert wird die technische Reife des Projekts entlang der etablierten "Technological Readiness Level" (TRL) bzw. der daran angelehnten "Manufacturing Readiness Level" (MRL). Auch eine Risikoanalyse gehört dazu, um die techno-ökonomische Machbarkeit zu untermauern. Getrennt davon sind ökologische und soziökonomische Auswirkungen zu beleuchten. Abgerundet wird die Machbarkeitsstudie durch die zusammenfassende Darstellung der Treibhausgaseinsparung und weiteren relevanten Kennzahlen des Projekts. Alle Aussagen werden im besten Fall durch weitere Anhänge und Nachweise belegt.

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Was den projektspezifischen Business Plan ausmacht

Der Business Plan ist ein ebenfalls wichtiges Antragsdokument für den Innovation Fund. Er liefert die Basis zur Bewertung Ihrer Geschäftsidee und legt im Idealfall überzeugend die Erfolgschancen dar sowie Strategien zur Risikovermeidung. Zusammen mit der Finanzkostentabelle und dem detaillierten Finanzmodell werden im Dokument Business Plan die finanzielle Machbarkeit und Reife des Projekts dargestellt. Gestartet wird mit einer runden Darstellung der grundsätzlichen Projektmotivation. Dazu gehören der Zielmarkt, Wettbewerbsumfeld, Regulatorien und natürlich das (innovative) Geschäftsmodell, das mit allen am Projekt beteiligten Partnern umgesetzt wird.

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Alle Annahmen wie Preis, Produktionsvolumen oder Willingness to pay (WTP) werden genau begründet, und in einer tiefergehenden Marktanalyse sollten wichtige Punkte wie Marktpotential, eventuelle Trends, Wettbewerber oder Strategien zur Erschließung des Marktes aufgegriffen werden. Klassische Business-Plan-Instrumente wie die SWOT-Analyse oder die Branchenstrukturanalyse ”Porter's Five Forces” können ebenfalls zum Einsatz kommen. Sie helfen dabei, abschließend eine plausible Erklärung für die Kalkulation zu liefern und zu überzeugen.

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EurA hat seit Beginn des Programms umfangreiche Erfahrungen mit dem EU Innovation Fund gesammelt. Sie sind auch interessiert und möchten mehr erfahren? Dann kontaktieren Sie unser EU-Team und wir helfen Ihnen gerne weiter!

 

Text: Rosmarie Reuss, Rupert Reiter

 

Rupert Reiter

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Ich verfüge über langjährige Berufserfahrung im Projektmanagement, Produktmanagement und Produktmarketing für IT-Infrastrukturhardware, energieeffiziente Kühlung, Kabelmanagement und Medizintechnik. Mein Aufgabengebiet umfasst Projektmanagement, Marketing und Vertriebsunterstützung bei F&E-Großprojekten sowie Schulungen und Präsentationen. Es begeistert mich, KMU und Großunternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen von der technischen Entwicklung bis zur Markteinführung zu begleiten. Neben der Ausarbeitung von nationalen und internationalen Innovationsförderanträgen unterstütze ich bei der Vermarktung dieser Produkte und Lösungen. Zudem manage ich das Innovationsnetzwerk HealthyIndoor. Besonders freue ich mich über die erfolgreiche Projektleitung der Antragstellung und Vertragsunterzeichnung mit der EU von Innovation-Fund-Projekten in den Kategorien Small-Scale und Large-Scale.
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